5 spannende Geld-Tipps für Eltern

142.560€ kostet ein Kind im Durchschnitt bis zum 18. Geburtstag. Sollte der oder die Kleine sich dazu entscheiden danach noch zu Studieren oder eine Ausbildung zu machen, schlagen diese Kosten auch nochmal zu Buche. Ein Bachelorstudium kostet im Durchschnitt 900€ pro Monat. Bei weiteren Kindern erhöht sich die Zahl noch einmal. Aus diesem Grund macht es Sinn, sich auch frühzeitig mit dem finanziellen Aspekt der Kleinsten auseinander zu setzen. Wir haben dir 5 Geldtipps für Kinder zusammengestellt: 

1. Informiere dich ausführlich über das Elterngeld

Bis zu 1.800€ kannst du für dich und deinen Partner beantragen. Je nachdem wie ihr es aufteilt könnt ihr bis zu 14 Monate Elterngeld (bzw. 28 Monate bei Elterngeld Plus) erhalten. Das Elterngeld berechnet sich in der Regel aus deinem anteiligen Netto-Einkommen der letzten 12 Monate vor Geburt. Doch auch, wenn du kein Einkommen hast, weil du z.B. nicht arbeitest oder studierst, hast du einen Anspruch auf einen Mindestsatz von 300€. Elterngeld kann man ab nach der Geburt bis zu 3 Monate rückwirkend beantragen. Beachte aber, dass du nach der Geburt erst einmal mit deinem Baby beschäftigt bist und der Antrag auf Elterngeld sehr umfangreich ist. Bereite deshalb mit deinem Partner so viel wie möglich vor der Geburt vor – wie z.B. die angeforderten Nachweise und Unterlagen. Behalte außerdem im Hinterkopf, dass du beim Elterngeld Antrag noch mit einer Bearbeitungszeit rechnen musst, bevor die erste Zahlung auf deinem Konto landet. 

Ob Basiselterngeld oder Elterngeld Plus die richtige Variante für dich ist, hängt primär davon ab, ob du während deiner Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchtest oder nicht. 

 

2. Wechsel die Steuerklasse.

Je nachdem, in welcher Konstellation dein Partner und du sich befinden, kann es Sinn machen, die Steuerklasse zu wechseln. Derjenige, der weniger verdient, ist häufig trotzdem in der Steuerklasse V eingestuft. Hier lohnt es sich gründlich zu recherchieren. Bei einem Steuerklassenwechsel kann es nämlich möglich sein, dass ihr ein höheres Elterngeld bekommt. Aber Achtung: Das kann auch mit höheren Nachzahlungen im Folgejahr einhergehen. Recherchiert deshalb gründlich oder sprecht mit einem Experten. Einen ersten Überblick darüber findet ihr in diesem Stiftung Warentest Artikel. 

3. Lege das Kindergeld an.

Je früher du damit anfängst, Geld (z.B. das Kindergeld) für dein Kind anzulegen, umso größer ist der Zinseszins Hebel (hier nochmal alle Infos zum Nachlesen). Da Sparkonten, Bausparverträge u.a. im Moment keine richtig spannenden Renditen bringen, sind z.B: Aktien eine Option. Hier kann man beispielsweise ETF Sparpläne nutzen. So konnte man in der Vergangenheit z.B. mit dem Index auf die Weltwirtschaft, dem MSCI World, durchschnittlich 7% erzielen. Wenn man 100€ pro Monat angelegt hat, ergibt das auf 18 Jahre ca. 42.000€. Hat man sogar 200€ pro Monat zurückgelegt, kommt man auf fast 85.000€. Bei einem dreijährigen Bachelorstudium mit Kosten i.H. v. 900€ pro Monat hätte man zumindest die 32.400€, die zusammenkommen, abgedeckt. 

Zusätzlich könnt ihr eurem Kind auch Geld schenken. Kinder haben einen Sparer-Freibetrag von 801€ pro Jahr. Das spart die Abgeltungssteuer. Wenn ihr das Geld auf eure Kinder übertragt, könnt ihr später aber nicht einfach so auf das Geld zugreifen, da die Verfügungsrechte auf euer Kind übergehen, wenn ihr das Geld im Namen des Kindes anlegt. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn ihr das Kindergeld im Namen des Kindes anlegt. 

 

4. Mache Kinderbetreuungskosten und Kinderfreibeträge geltend.

Kinderbetreuungskosten können als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings dürfen die Kosten nur zu 2/3 und bis zu einem Höchstbetrag von 4.000€ jährlich pro Kind geltend gemacht werden. Das 14. Lebensjahr darf außerdem noch nicht vollendet sein (gilt nicht, wenn sich das Kind aufgrund einer Behinderung nicht selbst versorgen kann). Zu den Betreuungskosten zählen z.B. Gebühren für die Kita, der Tagesmutter, Babysitter, Au-pair oder die Beaufsichtigung bei den Hausaufgaben. Vergiss deshalb nicht, dir eine Rechnung geben zu lassen. Wenn die Großeltern die Kinder unentgeltlich betreuen, können z.B. die Fahrtkosten abgesetzt werden, die entstehen.  

 

Neben den Betreuungskosten gibt es auch sogenannte Kinderfreibeträge, die man geltend machen kann. Alleinerziehende können z.B. einen Entlastungsbetrag geltend machen und auch Beiträge für Kranken – und Pflegeversicherung können als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Wenn die Kleinen dann Volljährig sind gibt es außerdem noch den Ausbildungsfreibetrag. 

5. Beantrage Baukindergeld.

Wenn du überlegst, in eine Immobilie zu investieren, kannst du dir evtl. durch das Baukindergeld einen Zuschuss sichern. Bis zu einem Haushaltsbruttoeinkommen von 90.000€ kannst du einen Zuschuss von 12.000€ beantragen. Das Baukindergeld erweitert sich um 15.000€ pro weiteres Kind. Du bekommst es über eine Rate von 10 Jahren regelmäßig ausgezahlt und kannst es auch als Finanzierungsargument bei deiner Bank nutzen. Es gibt allerdings weitere Bedingungen, wie dass du selbst und das Kind in dem Haus oder der Wohnung lebst. Alle Bedingungen findest du auf der Seite der KfW.

Geld Geflüster - Kurz und Knapp:

  1. Informiere dich ausführlich über das Elterngeld. Beachte, dass der Antrag relativ komplex ist und eine Auszahlung erst nach erfolgreicher Antragsprüfung erfolgt.
  2. Lege das Kindergeld frühzeitig an, um vom Zinseszins-Effekt zu profitieren. 
  3. Prüfe deine Steuerklasse und mache Kinderbetreuung und Kinderfreibeträge geltend. 

Die Informationen in diesem Blogpost basieren auf Recherchen und unserem besten Wissensstand.

Sie ersetzen nicht eine professionelle Finanzberatung. Die Anwendung, der hier genannten Empfehlungen, erfolgt auf eigenes Risiko.

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